Alle Achtung . Das war erneut ein ganz herausragendes Konzert von Almuth und Douglas Vistel, dem Duo Capricioso, am 1. November im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin.
Sowohl der Publikumszuspruch wie
die sehr intensiv und virtuos vorgetragene Interpretation der sehr anspruchsvollen , schwer zu spielenden und selten aufgeführten Werke von Schumann, Dvorak, Schubert und Chopin waren ein woller Erfolg .
Das Erfolgsgeheimnis kann gleich vorneweg gelüftet werden: es ist das phantastische Zusammenspiel
der beiden Solisten , das das Publikum begeistert und jedes Stück Herr Konzerte zu einem ganz besonderen kommunikativen Erlebnis macht
Es ist dieses besonders sensible Aufeinandereingehen , dieses vertraute sich Verstehen , das dem auf höchstem internationalen Niveau
Vorgetragenen noch zusätzlich eine ganz besondere Note verleiht , das die Zuhörendrn praktisch mitnimm in
ein einzigartig lebendiges und kommunikatives Musikerlebnis.
So wird ein Kammerkonzert faszinierend und für die Zuhörer zu einem erfrischendern Genuss. Dies ist es , was trotz aller notwendiger spieltechnischer Virtuosität
den Vortrag der beiden Künstler so wunderbar leicht und capriciös erscheinen lässt. Die Begeisterung des Publikums war
diesbezüglich deutlich zu spüren .Dem sonst eher tristen November wurde an diesem Nachmittag ein durchaus fröhlicher Beginn seiner Tage geschenkt .
So wird Kammermusik von internationalem Rang zusätzlich einer sehr modernen
Aufführungspraxis gerecht.
Das Publikum darf beim Erlernen dieser
Modernität praktisch mitmachen und seiner
Begeisterung Ausdruck verleihen.
Das Konzert der Vistels war so ein ganz feiner Konzert- Höhepunkt in der langen Reihe herausragender Konzerte in der Philharmonie.
Für das nächste Mal darf es auch gerne einmal der noch feiner auf das Duo Capricioso abgestimmte
Pierre -Boulez-Saal sein. Erhard Wagner